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AKTIVOLI-Landesnetzwerk: Das AKTIVOLI-Landesetzwerk ist ein Verbund zur Förderung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der Freien und Hansestadt Hamburg. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Hamburger Einrichtungen, Organisationen, Verbänden, Vereinen, Kirchen, Stiftungen, der öffentlichen Verwaltung sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Die Akteure im Verein repräsentieren zum Teil weitere Netzwerke, Organisationen und Verbündete. Sie stehen für unterschiedliche Engagementfelder und koordinieren und lenken gleichberechtigt und partnerschaftlich die gemeinsamen Aktivitäten zur Information, Beratung, Vermittlung, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit im Freiwilligenbereich.

Anerkennung: Wenn sich Hamburgerinnen und Hamburger in ihrer Freizeit freiwillig und ehrenamtlich für andere engagieren,verdient das Anerkennung und Respekt. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Oft sind es die kleinen Dinge, die von Freiwilligen als Wertschätzung empfunden werden, z.B. die persönliche Begrüßung, wenn sie in die Einrichtung kommen, eine Karte oder Blumen zum Geburtstag. Manche Organisationen laden ihre Freiwilligen zu größeren Veranstaltungen mit schönem Programm ein und/oder bieten kostenlose Fortbildungen an. Für langjähriges Engagement gibt es Ehrungen, wie z.B. die „Medaille für treue Dienste im Namen des Volkes“, die von den Bezirksämtern verliehen wird oder Freiwillige werden im Rahmen der BASFI-Kampagne „Mit Dir geht mehr“ geehrt. Regelmäßig laden der Senat oder die Bezirksämter Freiwillige zu festlichen Empfängen ein.

Aufgaben: Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk ermöglicht es den unterschiedlichen Organisationen, vorhandene Kompetenzen, Ressourcen und Strukturen zugunsten gemeinsamer Ziele zu bündeln. Die Vielfalt der Profile der unterschiedlichen Akteure führt zu Synergien in der Netzwerkarbeit.

Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk Hamburg e.V. übernimmt dabei folgende Aufgaben: 

 Es informiert die Öffentlichkeit zum bürgerschaftlichen Engagement und initiiert gemeinsame Kampagnen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. 

 Es gewinnt systematisch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Ver-waltung, Stiftungen und Medien als Förderer, Multiplikatoren und Unterstützer für das bürgerschaftliche Engagement. Es fördert und unterstützt die Anliegen und Interessen freiwillig engagierter Bürgerinnen und Bürger in Hamburg. 

 Es entwickelt gemeinsam praxisorientierte Beratungs- und Vermittlungsstandards. Durch die trägerübergreifende Vernetzung der Anlaufstellen gewährleistet es, dass Freiwillige nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen geeignete Engagementangebote erhalten. 

Bundesnetzwerk Bürgerschaftlichen Engagement (BBE): Das BBE hat sich seit 2002 zum größten nationalen Netzwerk in Europa für die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, von Partizipation und der Bürgergesellschaft entwickelt. In ihm haben sich Institutionen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Arbeitsleben, aus Staat, Politik, Medien und Wissenschaft zusammengeschlossen. Dort wird über Herausforderungen des bürgerschaftlichen Engagements diskutiert, es werden Ideen und Lösungen verbreitet und gefördert und Fachdiskurse gebündelt. Die BBE fungiert somit als wichtiger Impulsgeber. 

bagfaDer Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. wurde 1999 von lokalen Freiwilligenagenturen gegründet. Inzwischen sind 203 Freiwilligenagenturen Mitglied. Der Verein ist partei- und konfessionsunabhängig und als gemeinnützig anerkannt. Frank Walter Steinmeier ist Schirmherr der bagfa.

Behörden: Bei unserer Arbeit in Hamburg stehen wir mit verschiedenen Behörden im Austausch, wie zum Beispiel der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) oder der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV). 

Barrierefreiheit: Uns ist es wichtig, dass freiwilliges Engagement für alle zugänglich ist. Das bedeutet, dass wir uns Gedanken machen, wie wir Menschen mit Behinderung inkludieren können und nicht von Vornherein ausschließen. Dies geschieht vor allem im Fachkreis „Engagement ohne Barrieren“.

Charta für engagementfreundliche Einrichtungen (CEE): Beinhaltet Hinweise und Regelungen für die Gestaltung und Ordnung eines konstruktiven und wertschätzenden Miteinanders von bezahlten, beruflichen Mitarbeitenden und freiwillig Engagierten. Die CCE bietet den Akteuren eine gute Orientierung und ein Verständnis für die jeweils unterschiedlichen Rollen und Aufgaben. Die Organisationen, die die CCE unterzeichnen, verpflichten sich gute Rahmenbedingungen für Engagierte zu schaffen, z.B. regelmäßigen Austausch, und sie nicht für Aufgaben von Hauptamtlichen einzusetzen. Sie wurde vom AKTIVOLI-Landesnetzwerk in Abstimmung mit dem DGB Hamburg erarbeitet und vom Hamburger Fachkräftenetzwerk unterstützt. 

Corporate SocialResponsibility (CSR – Unternehmerische Verantwortung):

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Diskriminierung: Innerhalb des AKTIVOLI-Landesnetzwerkes wollen wir erreichen, dass sich Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Glauben, Aussehen, Religion oder Alter einbringen und wohlfühlen können. Dabei ist uns der faire, freundliche und respektvolle Umgang miteinander wichtig. Wir dulden keine sexistischen, rassistischen, homo- oder transfeindlichen oder anderweitig diskriminierenden, menschenfeindlichen Äußerungen – auch und erst recht nicht, wenn sie „nur als Witz“ gedacht waren. Diskriminierende Äußerungen führen zum sofortigen Ausschluss aus dem Netzwerk.

Ehrenamt: Im ursprünglichen Sinn ist das Ehrenamt ein Engagement in öffentlichen Funktionen, legitimiert durch eine Wahl (zum Beispiel in den Vereinsvorstand, zum Ratsmitglied oder zur Schöffin). Heute wird es nicht mehr eindeutig vom freiwilligen Engagement abgegrenzt. Eine Entlohnung erfolgt nicht. Ehrenamtlich Tätige oder freiwillig Engagierte ergänzen und entlasten hauptamtliche Mitarbeiter.

Engagement: Aktivität, Anteilnahme, Beteiligung, Energie, Hingabe, Mitwirkung, Teilnahme, Verbundenheit – was bedeutet Engagement für Sie?

Engagement-Card:Die Mehrheit der Bundesländer hat inzwischen eine Ehrenamtskarte eingeführt. Wer diese Karte bekommen kann, was diese Karte beinhaltet, wie lange sie gültig ist, wer sie finanziert und wie sie distribuiert wird, ist von Region zu Region unterschiedlich. Bisher existiert so eine Karte in Hamburg nicht. Grundsätzlich sind wir davon überzeugt, dass eine EngagementCard dafür sorgen kann, dass durch die Anerkennung ein echter Mehrwert für das Engagement entsteht, sofern es sich nicht um eine Konsum-Rabattkarte handelt. Außerdem kann eine solche Karte dazu beitragen, dass freiwilliges Engagement sichtbarer und attraktiver wird und so auch Menschen auf die Möglichkeiten aufmerksam werden, sich auf diesem Wege gesellschaftlich einzubringen. 

Grundsätzlich sollte eine solche Karte den Anspruch einlösen, die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen zu ermöglichen und das Engagement in der Freien und Hansestadt Hamburg zu fördern. Laut Freiwilligensurvey ist Ehrenamtlichen der persönliche Vorteil in ihrem Engagement weniger wichtig als eine gute Ausgestaltung der Rahmenbedingungen ihres Engagements. Dies kann z. B. durch kostenlose Fortbildungen mit Themenbezug zum Engagement erreicht werden. 

Engagement-Strategie: Die  „Hamburger Strategie für freiwilliges Engagement 2020“ wurde bereits 2014 vom AKTIVOLI Landesnetzwerk, Vereinen, Stiftungen und rund 200 nicht organisierten Einzelpersonen sowie gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Interessenverbänden als Handlungsempfehlungen gemeinsam entwickelt. In der Weiterentwicklung geht es nun um mehr Bürgerbeteiligung und die Einbindung von Expertinnen und Experten.

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Freiwillige sind Menschen, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich und ehrenamtlich für andere engagieren. Für das Engagement gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: Freiwilligenarbeit, freiwilliges oder bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt.

FreiwilligenAkademie: Die AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie ist ein Projekt des AKTIVOLI-Landesnetzwerks. Sie hat das Ziel Freiwilligen in und um Hamburg einen guten Überblick über Fortbildungsangebote zu bieten und freiwilliges Engagement zu fördern. Veröffentlicht werden Fortbildungs- und Reflexionsangebote für freiwillig Engagierte und Hauptamtliche. Bei Bedarf wird die Entwicklung neuer Angebote angeregt. Zusätzlich will die Akademie Freiwillige und Hauptamtliche bei der Weiterentwicklung vor Ort beraten und unterstützen.

FreiwilligenagenturenDas richtige Engagement für sich zu finden ist oft gar nicht so einfach! Unterstützung dabei gibt es bei den Hamburger Freiwilligenagenturen. Sie informieren und beraten Sie kostenlos zum freiwilligen Engagement. 

Fachkreise: Unsere Fachkreise sind für einen Themenschwerpunkt rechtlich unselbstständige Organe. Sie bearbeiten fachliche und strategische Aufgabenstellungen und tragen zur operativen Umsetzung der Vereinsziele bei. Die Mitarbeit in einem Fachkreis ist nicht an eine Mitgliedschaft in unserem Verein gebunden und erfolgt ehrenamtlich. Jeder Fachkreis wählt seine Sprecherin bzw. seinen Sprecher für die Dauer von zwei Jahren. Die Sprecherin / der Sprecher muss durch ein ordentliches Vereinsmitglied vorgeschlagen worden sein. Die Sprecherin / der Sprecher hat insbesondere folgende Aufgaben: 

  • Sicherstellung der inhaltlichen Arbeit;
  • Weitergabe von Informationen und Impulsen an den erweiterten Vorstand;
  • Rechenschaftspflicht gegenüber der Mitgliederversammlung.

FreiwilligenBörseBei der AKTIVOLI-FreiwilligenBörse haben Sie einmal im Jahr die Gelegenheit, die Bandbreite der Engagementmöglichkeiten ganz live und in Farbe zu erleben! Die Börse findet immer Anfang des Jahres statt. Wir sind bereits fleißig an den Planungen fürs nächste Jahr. Dieses Jahr war bereits die 20. AKTIVOLI-FreiwilligenBörse. Am 17. Februar 2019 ging es unter dem Motto “So geht Hamburg” in der Handelskammer rund. 

FachtageDas AKTIVOLI-Landesnetzwerk veranstaltet verschiedene Fachtage zum Austausch, Fortbildung und Vernetzung – zum einen für freiwillig Engagierte und zum anderen für hauptamtliche FreiwilligenkoordinatorInnen z.B. zum Thema „Kommunikation“ und im Feld von Besuchs- und Begleitdiensten.

Förderer (Finanzierung)Die Geschäftsstelle des ALN e.V. (67% Leitung + 450 €-Stelle) sowie die FreiwilligenAkademie wird aus Mitteln der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration finanziert. Der Verein erbringt den erforderlichen Eigenmittelanteil und entstandene Mehrkosten aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.

FortbildungSeminare, Kurse und Workshops für Freiwillige sind eine wichtige Bereicherung und ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Daher heißt Engagementförderung auch die Förderung von Fortbildungen für Freiwillige. Im Kursportal der AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie finden Sie einen Überblick über die vielfältigen Angeboten für freiwillig und ehrenamtlich Engagierte. 

Geschäftsstelle: Die Geschäftsstelle ist die Kontaktstelle des Landesnetzwerks für Anfragen und Vernetzung. Sie unterstützt die Arbeit des Vorstands und ist zuständig für die Mitgliederbetreuung, Vereinsverwaltung, Mitwirkung in Fachkreisen sowie die bundesweite und lokale Vernetzung zu Themenfeldern des freiwilligen Engagements

Gesellschaft: Das Engagement von Freiwilligen ist für eine soziale Gesellschaft von großer Bedeutung und schafft Zusammenhalt. Sich für andere einzusetzen, sie zu unterstützen und damit Partizipation zu ermöglichen hat eine sehr positive Wirkung auf das Zusammenleben und das soziale Klima in der Stadt. Freiwillige sind eine Lobby für Vielfalt, Respekt und Gerechtigkeit und Ausdruck einer lebendigen Demokratie.  

Hamburger Nachweis: Ein schriftlicher Nachweis über Ihr Engagement ist nicht nur eine tolle Anerkennung. Er kann zum Beispiel auch bei Bewerbungen auf Arbeitsstellen oder Stipendien hilfreich sein. Mit dem „Hamburger Nachweis über bürgerschaftliches Engagement“ haben der Hamburger Senat und die Landesinitiative “Hamburg engagiert sich!” eine Möglichkeit geschaffen, freiwilliges Engagement anzuerkennen und sichtbar zu machen. Gemeinnützige Organisationen werden von der Stadt zur Ausgabe des Nachweises autorisiert und können damit Tätigkeiten, Arbeitsfelder, etc. des/der Freiwilligen dokumentieren. Ausführliche Hinweise dazu finden Sie unter www.hamburg.de/hamburger-nachweis

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Initiative:Die Hamburgerinnen und Hamburger haben z.B. in der sog. „Flüchtlingskrise“ in 2016/17 beeindruckend unter Beweis gestellt, wie spontan und kraftvoll sich freiwilliges Engagement entwickeln kann. Bei der Organisation der beispielhaften Hilfsbereitschaft haben die sozialen Netzwerke und die Medienpräsenz eine große Rolle gespielt. In dieser Zeit sind große Initiativen mit bis zu 500 Freiwilligen entstanden, die sich überwiegend auch heute noch engagieren.

Integration: Freiwilliges Engagement ist ein Erfolgsfaktor für Integration und Teilhabe, z.B. für Geflüchtete oder Menschen mit Handicap. Mit ihren Angeboten bauen Freiwillige Brücken, z.B. in soziale und kulturelle Angebote im Stadtteil. Der persönliche Kontakt und die individuelle Unterstützung, die Freiwillige den Adressaten mit ihrer Begleitung oder im Rahmen von Besuchsdiensten bieten, können professionelle Strukturen nicht leisten. 

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Kooperationen:  Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk bietet Unternehmen:

  • Kompetente Beratung in allen Fragen bürgerschaftlichen Engagements
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten (z. B. „Corporate Volunteering”-Projekte) 
  • Kontakte zu Mittlerorganisationen für freiwilliges Engagement
  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Einsatzstellen für Mitarbeitende im Rahmen des Unternehmensengagements
  • Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements von einzelnen Mitarbeitenden außerhalb des Unternehmensengagements
  • Spezielle Beratung zu Engagement im Ruhestand

Kurzzeitengagement: Wenig Zeit soll niemanden davon abhalten sich zu engagieren. Es gibt viele Möglichkeiten sich auch mit kurzen Einsätzen für das Gemeinwohl einzusetzen. Informieren Sie sich bei den Freiwilligenagenturen!

Landesnetzwerk: Das AKTIVOLI-Landesetzwerk ist ein Verbund zur Förderung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der Freien und Hansestadt Hamburg. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Hamburger Einrichtungen, Organisationen, Verbänden, Vereinen, Kirchen, Stiftungen, der öffentlichen Verwaltung sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern zusammen.

Langzeitengagement: Sich über einen längeren Zeitraum für eine gute Sache einzusetzen, unterstützt viele Vereine und Initiativen und bildet den Pfeiler diverser zivilgesellschaftlicher Initiativen. Neben dem Gefühl etwas Sinnvolles zu stiften, können Engagierte von dem Zusammenhalt und der Gemeinschaft und den verschiedensten, im Engagement erworbenen Fähigkeiten profitieren.

Leidenschaft: Wir Menschen werden von Euphorie und Hingabe enorm angezogen, wir bewundern sie regelrecht. Leidenschaft lässt uns durchhalten und überdauert kurzfristige Begeisterung; sie lässt unsere Augen funkeln, wenn wir von unseren Ideen oder erfolgreichen Projekten erzählen und diese Passion steckt Menschen an. Oft gibt die Leidenschaft für eine gute Sache den entscheidenden Ausschlag in der Erreichung von Zielen für die Verbesserung von Lebenswelten im Kleinen wie im Großen.

Leitbild:Unsere Gesellschaft braucht Bürgerinnen und Bürger, die aktiv sind.Mit dem Begriff des Bürgerschaftlichen Engagements verbinden wir ein freiwilliges, gemeinwohlorientiertes und nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtetes Engage-ment, das öffentlich bzw. im öffentlichen Raum stattfindet und in der Regel gemein-schaftlich/kooperativ ausgeübt wird. Dazu gehören das Stiften von Mitarbeit, Zeit, Ideen und Geld. Bürgerschaftliches Engagemententsteht und wächst aus der Ei-geninitiative der Bürgerinnen und Bürger. Es kann und muss aber durch die beteilig-ten öffentlichen und fachlichen Institutionen unterstützt werden. Bürgerschaftliches Engagement kann nicht herbeigeredet und erst recht nicht verordnet werden. (Hier weiterlesen: xxx)

M

Mitglieder/Mitgliedschaft: Ein Netzwerk lebt von vielen reißfesten und einsatzbereiten Strängen, die an wichtigen Punkten zusammenkommen. Der ALN e.V. hatte Ende 2019 insgesamt 41 Mitglieder, davon:

  • 17 Vereine (davon 5 Verbände)
  • 7 gemeinnützige Unternehmen
  • 4 Körperschaften/ Anstalten des öffentlichen Rechts (Kirchliche und kommunale Institutionen)
  • 5 Stiftungen
  • 3 rechtlich nicht-selbstständige Initiativen
  • 3 Genossenschaften
  • 6 Einzelpersonen (=2 Mitglieder mit Stimmrecht)

Im AKTIVOLI-Landesnetzwerk im Ganzen sind mehr als 60 Organisationen und viele Einzelpersonen aktiv, die sich inhaltlich im Plenum austauschen, in Fachkreisen und Projektgruppen mitwirken und die inhaltliche Agenda des Netzwerkes mitgestalten.

Monetarisierung: Die Monetarisierung verschiedener Engagementbereiche birgt Konfliktpotenzial und untergräbt das Grundprinzip unentgeltlichen Engagements. Hamburg sollte sich bundesweit positionieren und neue Lösungsansätze, z.B. für die Problembewältigung des demographischen Wandels, initiieren. Hierzu bietet das AKTIVOLI-Landesnetzwerk aktive Unterstützung an.

N

Nachhaltigkeit: Das ALN unterstützt in seiner Arbeit und seinem Wirken die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030. Die Agenda schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie wurde mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft in aller Welt entwickelt und stellt einen Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Vereinten Nationen dar.

NetzwerkHier kommen alle Beteiligten zusammen: Freiwillige, Freiwilligenorganisationen und -projekte, Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Austausch, Beratung, Unterstützung, Weiterentwicklung werden durch Voneinander-Lernen ermöglicht. 

O

Öffentlichkeitsarbeit: Das Bemühen von Organisationen oder Institutionen (z. B. Parteien, Unternehmen o. Ä.), sich der Öffentlichkeit  gegenüber vorteilhaft darzustellen. Oder konkreter: Öffentlichkeitsarbeit ist das Management der öffentlichen Kommunikation von Organisationen gegenüber ihren externen und internen Anspruchsgruppen/ Zielgruppen. Wir bemühen uns stets um Transparenz und Diversität in der Weitergabe und Verbreitung von Informationen.

Offenheit: siehe Zugangswege

OrganisationDie Fachkreise und Projektgruppen treffen sich regelmäßig zur thematischen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der verschiedenen Facetten freiwilligen Engagements und seiner Rahmenbedingungen. Das jeweilige Kernthema eines Fachkreises oder einer Projektgruppe wird bei der Formierung benannt: Das kann eine besondere Engagement-Form, ein spezieller Unterstützungs-Bereich oder ein organisatorischer Aspekt sein. So ergibt sich eine große Vielfalt an Fachthemen und unterschiedliche Formate als Ergebnisse der Arbeit in den Fachkreisen und Projektgruppen. 

P

Projektgruppen befassen sich mit einem spezifischen Themenfeld des freiwilligen Engagements mit einem klaren Arbeitsauftrag des Plenums und sind daher im Gegensatz zu Fachkreisen zeitlich befristet. Die SprecherInnen haben keine rechtliche Vertretungsberechtigung.

PlenumIn Ergänzung zur MV tagt das Plenum mindestens dreimal jährlich. Nach Bedarf werden zusätzlich Klausurtagungen organisiert. Das Plenum hat folgende Aufgaben:

  • Informationsaustausch
  • Diskussionsplattform (u.a. auch durch Vorlagen von Vorstand, FK oder PG)
  • Meinungsbildungen bzw. Handlungsempfehlungen

Meinungsbildungen bzw. Handlungsempfehlungen erfolgen mit einfacher Mehrheit. Das Plenum ist das zentrale Austauschforum zur inhaltlichen Arbeit des Landesnetzwerkes.

Positionspapiere: Das AKTIVOLI Landesnetzwerk Hamburg e.V. ist die Interessenvertretung für freiwilliges Engagement in Hamburg. Zu aktuellen Themen und Entwicklungen, z.B. die zunehmende Monetarisierung, bezieht das Netzwerk Stellung und bietet seinen Mitgliedern damit Empfehlungen und Entscheidungshilfen für ihre Organisationen.

Q

Quereinsteiger: Bei uns sind alle willkommen sich einzubringen und mitzumachen. Wir sind offen für Engagierte, bieten nach Möglichkeit Praktikumsplätze an und sind immer gern beratend für Sie da.

Qualifizierung: Die AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie stellt im Kursportal viele kostenfreie und günstige Angebote vieler Anbieter*innen von Fortbildungen und Qualifizierungen zusammen. Ab 2020 bietet das ALN auch eigene Angebote zur Qualifizierung an, etwa im Bereich des Digitalen Know-How’s für Vereine und Initiativen.

Rassismus (siehe Diskriminierung)

ReferentInnen-Pool:Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk trägt dazu bei, dass das Thema bürgerschaftliches Engagement auch in Schulen und Hochschulen gelehrt und diskutiert wird. Qualifizierte und in den Bereichen Freiwilligenkoordination / Freiwilligenmanagement erfahrene Kolleginnen und Kollegen stehen für Vorträge und Seminareinheiten zu den unterschiedlichen Aspekten dieses Themas zur Verfügung.

  • Geschichte des freiwilligen Engagements; Begrifflichkeiten
  • Politische und gesellschaftliche Bedeutung und Rahmenbedingungen
  • Einführung von Freiwilligenengagement in Organisationen
  • Gestaltung der Zusammenarbeit in Organisationen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Engagementstrukturen in Hamburg

S

Sexismus – siehe Diskriminierung

Social Days sind einmalige Aktionen, in denen sich Freundeskreise oder Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden in einer sozialen Einrichtung engagieren. Das kann die neue farbliche Gestaltung eines Gruppenraums, die Bepflanzung von Grünanlagen oder ein Ausflug sein. Social Days sind eine gute Möglichkeit, freiwilliges Engagement kennenzulernen – insbesondere für Menschen, die aus beruflichen oder familiären Gründen keine Zeit für ein regelmäßiges Engagement haben. In den einmaligen Aktionen kann viel Gutes bewirkt werden und manchmal entscheiden sich die Teilnehmenden dann auch für ein dauerhaftes Engagement. Die Freiwilligenagentur „tatkräftig“ ist Spezialist für die Organisation von Social Days. 

Solidarität: Als Dachverband und Landesnetzwerk möchten wir Interessen bündeln und diese bestmöglich vertreten. Zu unseren Grundprinzipien gehört die Solidarität mit anderen. Wir unterstützen demnach andere Bündnisse und Anliegen, die sich für eine soziale, ökologisch verantwortliche und gerecht verteilte Zukunft für alle Menschen einsetzen.

SpendenMit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere Arbeit und tragen dazu bei, das bürgerschaftliche Engagement in Hamburg zu vernetzen, aufzuwerten und zu stärken. Auch kleine Geldspenden an das AKTIVOLI-Landesnetzwerk können viel bewirken! Wir finanzieren dadurch zum Beispiel Informationsmaterial für Freiwillige – in einfacher Sprache für Menschen mit Einschränkungen, mehrsprachig für alle, die nicht deutsch sprechen, und auf viele weitere Bedürfnisse angepasst. Eine Spende für die AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie hilft, das Fortbildungsangebot für Freiwillige allen zugänglich zu machen und zu bewerben. 

Sprachrohr: Um sich Gehör zu verschaffen, müssen Anliegen von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Organisationen gebündelt werden. Ein Sprachrohr zu sein beinhaltet für uns jedoch ebenso, Empowerment von marginalisierten Gruppen und Individuen zu ermöglichen – damit wir miteinander sprechen und keine Bevormundung stattfindet.

T

U

Soziale Unterstützung (Social Support) ist eine Ressource, mit der durch die Beziehung zu anderen Personen zentrale psychosoziale Bedürfnisse wie die nach ZuneigungAnerkennungIdentität, Zugehörigkeit und Sicherheit, sowie instrumentelle Bedürfnisse wie Informationsbedarf, praktischer und materieller Hilfebedarf befriedigt werden. (Quelle: Wikipedia)

V

Verantwortung: Bürgerschaftliches Engagement soll gefördert werden, denn es ist ein Garant für eine lebendige Demokratie und für eine sozial verantwortliche Gesellschaft. Das bedeutet für uns, die vielfältigen Formen des bürgerschaftlichen Engagements zur Geltung zu bringen, für sie zu werben und sie zu vernetzen: z.B. im traditionellen berufenen Ehrenamt, in Freiwilligeninitiativen oder Selbsthilfegruppen, bei geselliger Freizeitgestaltung oder der Vertretung politischer Anliegen.

VereinDas AKTIVOLI-Landesnetzwerk ist ein eingetragener Verein (VR 23170) und ist als gemeinnützig anerkannter Verein umsatzsteuerbefreit.

VersicherungsschutzWenn Sie sich freiwillig engagieren, sind Sie in der Regel gesetzlich oder privat bei Unfall- oder Haftpflichtschäden abgesichert – je nachdem, in welchem gesellschaftlichen Bereich und für welche Organisation das freiwillige Engagement geschieht. Informationen zum Versicherungsschutz der Freien und Hansestadt Hamburg für Freiwillige finden Sie unter www.hamburg.de/versicherungsschutz

VielfaltBürgerschaftliches Engagement ist vielseitig. Das Landesnetzwerk erkennt die Vielzahl der unterschiedlichen Motive, den Wunsch nach einer intakten, lebenswerten Gesellschaft und Umwelt, die Nächstenliebe, das solidarische Miteinander, das Interesse an Mitgestaltung, den Wunsch, beruflich erworbenes Know-how einzusetzen, neue Kontakte zu knüpfen oder neue Fähigkeiten zu erwerben als gleichwertige Ausgangspunkte für engagementbereite Bürgerinnen und Bürger an. Jede in Hamburg lebende Person hat das Recht sich mit ihren/seinen Fähigkeiten und Talenten an der Gestaltung einer demokratischen, lebenswerten und vielfältigen Stadt teilzuhaben.

VorstandDer geschäftsführende Vorstand des AKTIVOLI Landesnetzwerk e.V. besteht aus drei turnusgemäß zu wählenden Personen, die als rechtlich verantwortliches Organ die Angelegenheiten des Vereins regeln und steuern. Der Erweiterte Vorstand setzt sich zusammen aus den SprecherInnen der Fachkreise. Er ist das beratende Gremium für die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Netzwerks. Der Erweiterte Vorstand trifft sich mindestens viermal im Jahr. 

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Zahlen (Finanzierung): Die Geschäftsstelle des ALN und die AKTIVOLI-FreiwilligenAkademie finanziert sich aus öffentlichen Zuwendungen und Eigenmitteln der Mitglieder des Vereins.

ZieleIn einer zunehmend vielfältigeren Gesellschaft wird es für die Zukunft immer wichtiger, dass ihre Gestaltung von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren aktiv mitgetragen wird. Dafür braucht es Möglichkeiten der Mitsprache und Mitbestimmung. Aus diesem Grund will das AKTIVOLI-Landesnetzwerk Hamburg 

  • den rechtlichen, finanziellen, strukturellen und organisatorischen Rahmen für bürgerschaftliche Eigeninitiative, Mitverantwortung und Mitbestimmung verbessern, 
  • die gesellschaftliche Anerkennung nichtentlohnter gemeinwohlorientierter Aktivitäten und die Aufwertung dieser Aktivitäten gegenüber entlohnter Arbeit verstärken, 
  • bestehende mit neuen Formen demokratischer Teilhabe verbinden, um kommunale Demokratie lebendig zu gestalten, bürgerschaftliches Engagement als einen eigen/wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung gemeinnütziger Organisationen fördern, denn bürgerschaftliches Engagement darf kein preiswerter Ersatz für nicht mehr finanzierbare Leistungen sein. 

Zugangswege: Das AKTIVOLI-Landesnetzwerk Hamburg e.V. ist offen für weitere gesellschaftliche Akteure in Hamburg, die sich dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement verbessert werden. Auch ohne eine Mitgliedschaft ist die Mitwirkung im Verein möglich. Es gelten die folgenden Grundlagen der Zusammenarbeit: 

  • Zusammenarbeit nach Regeln, die im Konsens abgestimmt sind 
  • Autonomie der beteiligten Gruppen 
  • Respektieren von Unterschieden 
  • Gegenseitiges Vertrauen und Offenheit 
  • Bereitschaft, Zeit und Aufwand zu investieren 
  • Festlegung konkreter Vereinbarungen 
  • Absprachen sind verbindlich.